Newsletter – Hot oder Flop?

Auf dem Bild ist eine Tastatur mit einem blauen Newsletter-Knopf.

Immer im Gespräch bleiben: Der Versand von Newslettern bietet viele Vorteile.


16. Juni 2020 | Von Anne-Kathrin Berg

Ihr Postfach quillt regelmäßig über und die Hälfte der Mails besteht aus einer Newsletterflut? Dann sind Sie damit nicht allein. Ruckzuck ist man mal wieder irgendwo in einen Newsletter gerutscht: Ein „Einverstanden“ und Zack. Sie suchen verzweifelt den Abmelde-Button, finden ihn aber nicht direkt und beginnen stattdessen, die versendende Firma zu hassen. Nun kommt auch noch der Marketing-Experte Ihres Unternehmens auf Sie zu und rät, einen regelmäßigen Newsletter einzurichten… Auch wenn Sie im ersten Moment vielleicht denken, er spinnt: Hören Sie auf ihn. Denn E-Mail-Newsletter können eine gute Ergänzung zu Ihren sonstigen Kommunikationsmaßnahmen sein.

Das Kommunikationsziel im Blick

Wer Newsletter verschickt, muss sich als erstes fragen: Was möchte ich damit erreichen? Kundinnen und Kunden ansprechen, soviel ist klar. Aber die Frage ist eher: Welchen Mehrwert soll Ihr Newsletter Kundinnen und Kunden bieten? Sie brauchen dafür nicht nur eine funktionierende Software-Lösung, Sie brauchen vor allem relevante Inhalte. Stellen Sie sich deshalb für ein Gesamtkonzept zunächst die Frage nach Ihrem Kommunikationsziel: Wollen Sie in erster Linie einen besonderen Service anbieten? Wollen Sie informieren oder unterhalten? Oder wollen Sie etwas verkaufen? Natürlich können sich Ziele -je nach Anlass- überlappen. Geben Sie sich dennoch mindestens eine Antwort auf die Frage nach dem Ziel. Je nach Schwerpunkt kann und muss Ihr Newsletter unterschiedlich gestaltet werden. Der Newsletter-Text sollte nicht nur „Text sein um des Textes Willen“. Lesen kostet Zeit und E-Mails sortieren ebenfalls. Überlegen Sie deshalb sorgfältig, was Sie senden möchten. Die bloßen Reihungen von Fakten sind langweilig und austauschbar. Erzählen Sie stattdessen die Geschichte, um die es Ihnen geht. Wenn Sie das Erzählen (Storytelling) für sich entdecken, wird Ihnen das Schreiben mehr Spaß machen und eine gute Geschichte bindet Kundinnen und Kunden emotional ein. Wie das konkret aussehen kann, zeigt dieser Erklärfilm von youknow.

Wen möchten Sie erreichen?

Da genervte Kundinnen und Kunden wenig förderlich sind, sollten Newsletter-Verteiler am besten interessierte Menschen beinhalten. Geben Sie ihnen deshalb stets die Chance, selbst zu entscheiden, ob sie Ihren Newsletter erhalten möchten. Das geht mit einem „Opt-In-Verfahren“. Das bedeutet, Kunden/-innen melden sich aktiv für Ihren Newsletter an, erhalten daraufhin eine E-Mail und müssen diese bewusst bestätigen. So erhalten Sie die bewusste Zustimmung ihrer Kundschaft. Doch wer ist diese „Kundschaft“ und was sind die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe: Freuen sich Ihre Kunden/-innen über Gutscheine und Gewinnspiele oder suchen sie gezielt nach Produkten, Informationen oder Veranstaltungen? Stellen Sie sich Ihre Empfänger/-innen ganz konkret vor.

Für langfristige E-Mail-Freundschaften: So werden Sie gelesen                    

Versenden Sie Ihre Newsletter nicht nur adressatengenau und personalisiert, sondern auch wohl dosiert und setzen Sie auf den „richtigen“ Zeitpunkt. Verzetteln Sie sich nicht durch zu viele Themen. Weniger ist mehr. Eine seriöse Absenderadresse und eine seriöse und interessante Betreffzeile sind Pflicht. Wenn Sie Anhänge versenden, ist das PDF-Format Standard. Sprechen Sie Ihre Leserinnen und Leser direkt und freundlich an und begleiten Sie sie durch einen übersichtlichen und ansprechenden Text ohne unerwartet im Inhalt zu springen. Weiterführende Links auf die eigene Homepage können helfen, dass der Newsletter nicht unnötig lang wird. Neben diesen Aspekten sollten Newsletter auch optisch professionell wirken. Versenden Sie Newsletter deshalb im Layout Ihres Unternehmens (CI-konform) und auf die gängigen Browser und Mailsysteme optimiert, sodass Ihr Newsletter sowohl auf Desktop-PCs sowie auf mobilen Geräten gut lesbar ist. Schließlich können Sie auch mit Hilfe eines Calls-to-Action, Ihre Empfänger auffordern, etwas zu tun. Zum Beispiel über einen verlinkten Call-to-Action-Button. Dieser sollte gut sichtbar und möglichst weit oben in der E-Mail anklickbar sein.

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