Erfolgreiche Strategien das „Nichtlernen“ zu lernen

Wer den Wissenstransfer im Unternehmen fördern will, muss etwas dafür tun. Winfried Krieger erklärt, wie das gehen kann.

Wer den Wissenstransfer im Unternehmen fördern will, muss etwas dafür tun. Winfried Krieger erklärt, wie das gehen kann.


15. Oktober 2019 | Von Winfried Krieger

Sie als Führungskraft beschäftigen sich kontinuierlich damit, dass ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht lernen. Weiterbildungsbedarfe und Entwicklungspläne werden nicht besprochen und zum Besuch formaler Qualifizierungen motivieren sie auch nicht. Trotzdem – beschleicht Sie nicht manchmal das Gefühl, es ist zäh und mühsam, das Lernen in ihrer Organisation zu verhindern?

Um beim Nichtlernen noch besser zu werden, nehmen Sie doch die Erfolgsfaktoren des Nichtlernens in den Blick und fragen Sie sich: wie gelingt es meiner Organisation nicht zu lernen? Welche Anstrengungen unternehmen wir dafür und warum machen wir das?

Lernen meint jede betriebliche Lernsituation, die zu einer Verhaltensänderung führt; also nicht nur Lernen in analogen und digitalen Seminarformaten, sondern auch das Lernen am Arbeitsplatz und das Lernen im Austausch mit Kollegen und Kolleginnen.

Zuerst einmal – nicht zu lernen hat viele Vorteile:

  • Das Gute der Vergangenheit kann weiter glorifiziert werden.
  • Die täglichen Probleme werden weiterhin allein in den Teams gelöst, ohne dies an die große Glocke hängen zu müssen.
  • Konflikte in der Zusammenarbeit mit anderen Bereichen brauchen nicht angesprochen zu werden, um in ewigen Diskussionen Zeit zu vergeuden.

Sicherlich kennen Sie für Ihre Organisation noch weitere Vorteile. Wenn Sie diese Vorteile des Nichtlernens noch besser nutzen wollen, dann empfehle ich Ihnen drei hilfreiche Strategien. So verhindern Sie wirklich nachhaltig, dass in Ihrem Verantwortungsbereich gelernt wird:

  • Sorgen Sie kontinuierlich für die Überforderung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Erhöhen Sie den Druck, möglichst viel in kurzer Zeit zu lernen – so sind alle aktiv und niemand hat Zeit, Gelerntes in neue Arbeitsprozesse zu integrieren.
  • Unterstützen Sie ihre Organisation dabei, die eingefahrene Sicht der Dinge beizubehalten. Querdenker und Querdenkerinnen sollten schnell als Störer des guten Arbeitsklimas gebrandmarkt werden.
  • Sorgen sie möglichst schnell dafür, dass die Wirkungen aktueller Probleme behoben werden („da kann doch der Kollege X schnell mal unterstützen“). Vermeiden Sie über dahinterliegende Ursachen nachzudenken oder gar darüber zu sprechen; nichts lenkt besser vom Lernen ab, wie eine schnelle Problembehebung.

Aber vielleicht haben Sie selbst noch viel bessere Strategien entwickelt. Gerne unterstützen wir Sie dabei rauszufinden, wie Nichtlernen in Ihrer Organisation erfolgreich sein kann.

Falls alles ganz anders bei Ihnen ist – wunderbar; dann unterstützen wir Sie noch lieber beim Lernen.

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