Onlinekommunikation: Eine Kanzlei bloggt und gründet ein Wiki

Kundenkommunikation


19. Februar 2019 | Von Anette Nickels /red

Wie man es schafft, die Besuche auf der Website um fast 50 Prozent zu steigern, jede Woche Mandanten/-innen durch Onlinekommunikation zu gewinnen und neue Mitarbeiter/-innen über Social Media zu rekrutieren, zeigt eine Rechtsanwaltskanzlei in Frankfurt am Main.

Schnell im Netz die eigenen Rechtsprobleme suchen oder den richtigen Anwalt finden: Viele Menschen suchen im Internet nach Rat und Antworten. Einer, der schon früh erkannt hat, dass die Digitalisierung nicht nur die Arbeitswelt verändern wird, sondern auch die Kommunikation mit Menschen, ist Dr. Tim Meyer-Dulheuer. Der promovierte Chemiker und Patentanwalt ist Chef der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Meyer-Dulheuer & Partners LLP. 

Einstieg in Onlinekommunikation

Bereits im Jahr 2014 beschloss Dr. Meyer-Dulheuer den Einstieg in die Onlinekommunikation zu wagen. Trotz einiger Bedenken sah der Patentanwalt aus Frankfurt in der Onlinekommunikation eine Chance im Austausch mit Mandanten/-innen – und das, obwohl Kanzleien speziellen gesetzlichen Auflagen unterliegen.

Doch wie schafft man es ohne Werbung Aufmerksamkeit zu erregen? Alleinstellungsmerkmal, Positionierung und Präsenz waren die Begriffe, die sich das Kommunikationsteam der Kanzlei auf die Fahnen geschrieben hat. Herausgekommen ist: Ein Blog, die Nutzung von Social Media und ein IP Wiki

Regelmäßige Blogbeiträge

Mit regelmäßigen Blogbeiträgen auf der eigenen Internetseite gibt die Kanzlei Expertenwissen weiter, klärt über aktuelle Entwicklungen auf und stellt die neuesten Gerichtsurteile vor. „Wir schalten keinerlei Werbeformate. Aufmerksamkeit für unsere Bloginhalte wird organisch erreicht, durch sorgfältig und fachfundierte Inhalte und gezielte Hinweise in Themengruppen der Social Media Kanäle“, sagt Katja Wulff, Leiterin der Kommunikationsabteilung der Kanzlei.

Unter jedem Blogbeitrag weist ein Hinweis auf ein Formular hin, mit dem man um einen Rückruf der Kanzlei bitten kann. Laut Kanzlei nutzen zwischen 20 und 30 Websitebesucher diesen Service pro Monat, rund ein Drittel davon werden zu Mandanten.

Onlinekommunikation erweitert

Auch bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter/-innen geht das Unternehmen neue Wege. Auf klassische Stellenanzeigen in Printmedien verzichtet die Kanzlei inzwischen. Heute ist die Kanzlei auf Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn und Google+ präsent. So spart die Kanzlei rund 1000 Euro pro Stellenanzeige. 

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