Cloud Computing als digitaler Mutmacher für KMU

Durch Cloud Computing werden viele neue Services möglich, die als Mutmacher dienen können. (Bild von William Iven auf Pixabay)

Durch Cloud Computing werden viele neue Services möglich, die als Mutmacher dienen können. (Bild von William Iven auf Pixabay)


14. Oktober 2019 | Von Kevin Bremken

Die Daten nicht auf einem Rechner begraben, sondern flexibel darauf zugreifen. Und anstatt teure Infrastruktur aufzubauen, Speicherkapazität und Anwendungen mieten: das sind wichtige Vorteile von Cloud Computing. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können davon profitieren. Cloud Computing ist individuell anpassbar und KMU sind damit flexibler, können Geld, Zeit und Ressourcen sparen.

Jedes Jahr steigt das Datenvolumen weiter an, es werden immer mehr Informationen erzeugt. Unternehmen müssen die Datenflut nicht nur verwalten, sondern ebenso schützen, egal, wo sie gespeichert ist. Mangelhaftes Datenmanagement und damit verbunden Sicherheitsgefahren kosten wirtschaftliches aber auf lange Sicht vor allem soziales Kapital in Form von Vertrauen und Bindung. Gerade, wenn die Meldungen um Datenpannen großer sozialer Plattformen oder Dienstanbieter medial nicht abreißen, reagieren Kundinnen und Kunden sehr sensibel auf den Umgang mit ihren Daten.

Eine IT unterstützte Technologie wie die des Cloud Computing zeigt der Kundschaft nämlich auch, dass Unternehmen nicht stehenbleiben, vielmehr den Wandel aktiv und sicher mitgestalten wollen. Besonders die verständliche Funktion der Cloud-Dienste, nicht zuletzt, weil sie bereits privat etabliert sind, vermittelt einen übersichtlichen Einstieg in die digitale Wende.

Cloud Computing mit Vertrauen

Die Investitionen in Cloud aber auch anderen digitalen Trends wie additive Fertigung oder etwa maschinelles Lernen benötigen neben grundsätzlicher Umsetzungsbereitschaft ebenso Vertrauen in intelligentes Datenmanagement und die dadurch entstehenden Wertschöpfungspotenziale.

Einerseits verschafft die Installation dieser zugänglichen Technik einen flexiblen Datenzugang für alle Beteiligten, andererseits können KMU zudem teure und aufwendige IT-Infrastruktur an einen externen, zertifizierten, Cloud-Dienstleister auslagern (lesen Sie mehr dazu: Cloud Computing – Was KMU über die Wolke wissen sollten). Durch die freien Kapazitäten, denn KundInnen sind nicht mehr zeit- oder ortsgebunden, können weitere Daten bedarfsorientiert erschlossen und neue Geschäftspotenziale bzw. Wettbewerbsvorteile herausgestellt werden.

Beispielsweise, um mit dem Einsatz einer Cloud-Plattform die Produktivität eingesetzter Maschinen bei Kunden/-innen vor Ort auszuweiten. Neben der Optimierung von Prozessabläufen zwischen Unternehmen und Kundschaft, lässt sich ebenso die interne Kommunikation in gemischten Teams verbessern und befähigt parallel Mitarbeiter/-innen selbstständiger, agiler und vorausblickend zu arbeiten. Ein weiterer Grund, weshalb die „Wolke“ eine geeignete Einstiegstechnik sein kann, ist die Möglichkeit auf ihr aufzubauen und von ihr aus weitere digitale Anwendungsfelder zu verknüpfen, etwa in Form von smarten Dienstleistungen.

Selbstbewusst gen Zukunft

Aufgrund dieser Wertschöpfungspotenziale ist es auch wichtig, dass Unternehmen die digitalen Grundlagen schaffen, um ihre Daten effizient zu organisieren und so zukunftsorientiert aufgestellt sind. Dafür unerlässlich ist eine offene Zusammenarbeit zwischen IT und den jeweiligen Fachbereichen. Digitale Kompetenz stellt somit eine neue Unternehmensanforderung dar, die bei der Bewältigung aktueller Veränderungsentwicklungen nicht nur Wissen, sondern ebenso Selbstbewusstsein festigt.

Unternehmen müssen Vertrauen in die digitalen Fähigkeiten ihrer Organisation und die Zuverlässigkeit ihrer Datenbasis entwickeln, das fördert nicht nur interne Selbstbestimmtheit, sondern stärkt zudem die externe Wahrnehmung. Klar ist bei all den Möglichkeiten und Chancen allerdings auch: für digitale Innovationen im Mittelstand gibt es kein allgemeingültiges Erfolgsrezept. Gerade weil kleine und mittelgroße Unternehmen vielfältig spezialisiert und aufgestellt sind, kreieren sie immer wieder gelungene, individuelle Lösungen für jeweils neue Herausforderungen. Die eigenen Stärken technisch unterstützen und den Unternehmensweg ermutigt sowie vorausblickend mitgestalten, das könnte zukünftig ein erfolgreiches Selbstverständnis darstellen.

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