Vertrauen als Basis innovativer Zusammenarbeit

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Vertrauen schlägt Brücken für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen


1. Juli 2021 | Von Carolin Enke, Svenja Dittmann

Vertrauen ist der Schlüsselfaktor erfolgreicher Zusammenarbeit. Daher hat sich Alexandra Deiters, Geschäftsführerin vom Network of Innovation (NOI), dazu entschieden, ihre Arbeit dem Bauen von Vertrauensbrücken zwischen Unternehmen zu widmen. Auf diese Weise lässt sich die Grundlage für gemeinsame Innovationen und Entwicklungen schaffen. Das Netzwerk unterstützt Unternehmen dabei Partnernetzwerke aufzubauen. Dabei stellt es vertrauensbildende Gestaltungsansätze in den Mittelpunkt.

Alexandra Deiters, CEO und Founder vom Network of Innovation (NOI). Alexandra unterstützt mit ihrem Netzwerk dabei Vertrauensbrücken zwischen Unternehmen aufzubauen.  

Könntest Du dich und das Network of Innovation bitte zunächst einmal vorstellen?

Ich bin Gründerin des Network of Innovation. Wir verbinden in einem sehr großen Entscheider:innennetzwerk Unternehmen miteinander, die aus unserer Erfahrung und Einschätzung gut geschäftlich zusammenpassen und erfolgreich Projekte miteinander abwickeln können. Zum einen unterstützen wir die Suche nach Dienstleister:innen und Kund:innen. Zum anderen bieten wir aber auch aus eigener Initiative – gemeinsam mit unserem Partner Lufthansa Industry Solutions – kreative neue Ansätze für IT Lösungen im Unternehmensalltag sowie schnelle Lösungen mit Prototypen und unkonventionellen Arten der Zusammenarbeit an. Unternehmen kommen auf uns zu, wenn Sie im Entscheider:innenbereich gezielt neue Kund:innen suchen, ein Netzwerk aufbauen möchten oder im IT Bereich Beratung und Umsetzungspartnerschaften anstreben. Seit 2021 bieten wir außerdem Vertriebs- und Akquisecoaching an. Außerdem haben wir Trainings mit innovativen Methoden, die Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung im B2B Kontext vermitteln und die nachhaltige Neukundenansprache zu einem positiven Erlebnis für beide Seiten werden lassen im unserem Portfolio.

Das Thema Vertrauen stellt einen Schwerpunkt Deiner Arbeit im Network of Innovation dar. Du misst also dem Aspekt des Vertrauens eine besondere Bedeutung bei. Kannst Du uns erklären, wieso das Vertrauen aus deiner Sicht so entscheidend ist? 

Danke für diese schöne Frage! Das Thema Vertrauen bildete von Anfang an das Fundament meiner Arbeit. Daraus lassen sich auf der einen Seite Aspekte wie gegenseitige Wertschätzung und Respekt ableiten und auf der anderen Seite entwickeln sich dadurch langfristige und kreative Unternehmenspartnerschaften, die sich immer wieder gegenseitig inspirieren. Unternehmen, die mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten, gehen für eine gewisse Zeit eine Beziehung zueinander ein. Schon im Vorfeld, etwa beim Vertrieb oder Kennenlernen, geht es los. Wenn die Vertrauensbasis stimmt, setzt das Unternehmen mit dem:der Partner:in langfristige Projekte um. Das ähnelt fast einer Liebesbeziehung.

Inzwischen sind oft die Zusammenhänge auch so komplex geworden, dass man sich im Unternehmen immer wieder Expert:innen dazu holt. Auch denen muss Vertrauen entgegengebracht werden, um Projekte umzusetzen oder Prozesse zu starten. Daher ist Vertrauen – in Kombination mit guter Kommunikation – aus meiner Sicht die Grundlage guter Projekte und nachhaltiger Partnerschaften.

Wie überzeugst du Unternehmen von der Relevanz des Vertrauensaspekts?

Überzeugen muss ich da eigentlich niemanden, denn vom Startup bis zum Großkonzern sitzen in allen Positionen in erster Linie Menschen. Diese Menschen wollen ihren Job so gut wie möglich erfüllen und suchen dafür die optimalen Partner:innen. Vom ersten Kontakt bis zum letzten Projekt ist Vertrauen die Basis einer guten Zusammenarbeit. Selbst, wenn die Entscheidung gewinnorientiert getroffen wird, muss am Ende das Vertrauen in die Kompetenzen des jeweiligen Dienstleisters die Basis bilden, um die anvisierten Gewinne nicht gleich wieder zu verbrennen.

Auf welche Methoden greifst du zurück, um zu vermitteln, wie sich Vertrauen systematisch generieren oder gestalten lässt? 

Wir bei NOI stehen mit unseren Persönlichkeiten hinter dem Vertrauensaufbau. Methodisch klingt erstmal abschreckend, aber im Grunde sind es einfache Bausteine, die jeder Kaufmann und jede Kauffrau bestimmt kennt:

  • Der erste Baustein ist der Vertrauensvorschuss. Ich liebe die persönliche Beziehung zu meinen Kund:innen & Partner:innen, das ist sozusagen das Salz in der Geschäftssuppe. Dazu gehören auch im ersten Schritt geteilte kleine persönliche Geschichten im professionellen Umfeld oder erste kleine Projekte, die wir gemeinsam stemmen.
  • Als zweites ist das echte Interesse wichtig: Wir haben echtes Interesse daran, die beste Lösung und den:die beste:n Partner:in für unsere Kund:innen anzubieten. Durch das Netzwerk im Rücken sind wir auch nicht an eine Lösung gebunden, sondern suchen individuell das Beste heraus.
  • Der dritte Baustein ist Verlässlichkeit: Wir sind verlässlich, professionell und nachhaltig. Ganz alte Schule stehen wir zu unserem Wort und pflegen verbindliche Zusagen.
  • Zu guter Letzt ist es entscheidend Kompetenz zu zeigen: Referenzen und Gespräche zeigen die erworbene Kompetenz. Als Startup ohne Referenzen würde ich empfehlen unbedingt auf Vitamin B und engen, nachhaltigen Beziehungsaufbau zu setzen. Und zwar separat zum schnellen Vertrieb.

Welche Effekte können Unternehmen erzielen, wenn sie das Thema Vertrauen in ihren Aktivitäten, wie etwa im Marketing, in den Vordergrund rücken?

Die positiven Effekte kennen wir aus einem vertrauensvollen privaten Umfeld. Dazu zählen entspannte Partner:innen und Mitarbeiter:innen, ein flüssiges Arbeiten verbunden mit mehr Freude und Spaß an der Arbeit sowie steigende Erfolge und Umsätze.

Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen mitbringen, um die genannten Effekte für sich zu erzielen?

Wenn Unternehmen diese Effekte intern erzielen möchten sind zwei Dinge wichtig: Erstens, die Bereitschaft an sich zu arbeiten und zweitens, sich selbst etwas zurückzunehmen. Für viele Menschen ist es schwieriger, den schnellen Erfolg hintenanzustellen. Langfristiger, größerer Erfolg verlangt Geduld ab. In Unternehmen sollte die Gestaltung einer vertrauensvollen Arbeitsumgebung die Aufgabe des Managements sein, unter Einbeziehung der HR-Abteilung. Gerne auch mit Unterstützung eines unserer erfolgreichen Partnercoaches.

Vielen Dank für das Interview!

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