Aufbau einer Podcast-Community: Tipps und Tricks für mehr Hörerinnen und Hörer

Frau mit Kopfhörer freut sich und hört dabei einen Podcast

Bildquelle: Pexels

Wie Sie eine starke Podcast-Community aufbauen.


8. Mai 2021 | Von Lennard Fötzsch

Ein Podcast kann zum Sprachrohr eines Unternehmens werden. Doch der Kanal braucht Marketing für die Bekanntheit. Wenn Sie das Potenzial Ihres Podcasts voll ausschöpfen möchten, müssen Sie ihn komplett in die Unternehmenskommunikation integrieren. Nutzen Sie Ihre geschäftlichen Kontakte und formen Sie aus Ihren Zuhörer/-innen eine treue Community.

Es ist geschafft! Ihr Podcast ist veröffentlicht und überall dort zu hören, wo man Podcasts hören kann. Jetzt müssen Sie potenzielle Hörer/-innen darauf aufmerksam machen., Voraussetzung ist, dass Ihr Podcast auf den gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts oder Google Podcasts verfügbar ist.

Alle eigenen Kanäle nutzen

Um den Podcast zu verbreiten, sollten Sie alle Unternehmenskanäle nutzen, die zur Verfügung stehen. Der Podcast muss auf Ihrer Website auffindbar sein. Außerdem sollte der Podcast in den Unternehmens-Newsletter eingebunden werden. Neue Folgen müssen immer über alle Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram usw.) geteilt werden. Sie können den Podcast also voll und ganz in Ihre Social-Media-Strategie einbinden. Denn die Follower,, die Sie auf den bestehenden Kanälen haben, sind potenzielle Hörer/-innen.. Das bringt außerdem mit sich, dass der Redaktionsplan gefüllt ist. Gewähren Sie Ihren Followern Einblicke hinter die Kulissen. Gelegentlich ein Foto von neuem Equipment oder ein kurzes Video, wie der Podcast aufgenommen wird, macht Sie als Unternehmen nahbar und sympathisch.

Podcast auf Social Media posten – wie?

Wie verbreitet kannPodcast auf Social Media geteilt werden? Hier können Sie der Kreativität freien Lauf lassen. Wie es am besten funktioniert, zeigt das Ausprobieren. Eine Möglichkeit ist ein kurzes Video, in dem Sie, in die Kamera sprechend, den Inhalt der Episode ankündigen. Eine weitere Option ist das Erstellen von Audiogrammen. Mit Apps wie Headliner oder Audioburst lassen sich Ausschnitte der Episode mit einem Hintergrundbild hinterlegen. Falls die organische Reichweite nicht ausreicht, können Sie überlegen, mit ein wenig Budget den Podcast auf Social Media zu bewerben. Nur ein Kann – kein Muss.

Dank SEO gefunden werden

Die Kunst der Suchmaschinenoptimierung (SEO) liegt darin, in den Ergebnissen einer Suchmaschine (zum Beispiel Google) zu bestimmten Suchbegriffen weit vorne zu erscheinen. Schon bei der Namensfindung Ihres Podcasts sollten Sie darauf achten, dass der Titel die Keywords (Schlagworte) beinhaltet, die zum Thema Ihres Podcasts passen. Für eine bessere Auffindbarkeit im Internet spielt neben dem Titel auch die Beschreibung des Podcasts sowie jeder einzelnen Episode eine bedeutende Rolle. Achten Sie darauf, dass die wichtigsten Suchbegriffe eingebunden sind. Hier finden Sie 5 wichtige SEO-Tipps für Ihren Podcast.

Podcast auf YouTube hochladen

Ist YouTube wirklich eine geeignete Plattform für einen Podcast? Schließlich werden dort hauptsächlich Videos hochgeladen. Eine Studie zeigt, dass YouTube nach Spotify die beliebteste Plattform zum Hören von Podcast ist. Mit einem Google-Konto können Sie sich bei YouTube anmelden und Ihren Podcast auch dort veröffentlichen. Hinzu kommt, dass die Plattform wie eine Suchmaschine funktioniert. Über das YouTube-Studio haben Sie die Möglichkeit, mit passenden Keywords und einer guten Beschreibung Ihren Podcast sowohl über Google als auch in der YouTube-Suche besser auffindbar zu machen.

Gegenseitig unterstützen

Ein sehr erfolgreicher Multiplikator sind Interviewpartner/-innen. Bei einem Interview-Podcast sind Gäste standesgemäß Teil des Formats. Aber auch falls der Podcast normalerweise keine Gäste vorsieht, wird er durch sie aufgefrischt. Eingeladene Gäste teilen gerne die Beiträge in ihren sozialen Netzwerken. Es hilft, die Interviewpartner/-innen nach der Veröffentlichung der Folge explizit darum zu bitten, den Link zum Podcast zu teilen. Der Spieß lässt sich natürlich auch umdrehen: Sie können sich in einen Podcast einladen lassen und dort über Ihren Podcast oder Ihr Unternehmen sprechen. Der Vorteil: Sie stoßen auf eine audiophile Zielgruppe, die sich mit dem Kanal Podcast auskennt und offen für neue Formate ist.

Mitarbeiter/-innen und Partnerfirmen einbeziehen

Als Interview-Gäste können Geschäftspartner/-innen oder Partnerfirmen eingeladen werden. Machen Sie Ihr Umfeld darauf aufmerksam, dass Ihr Podcast existiert. Ein sehr wichtiger Multiplikator sind die eigenen Mitarbeiter/-innen. Lassen Sie sie im Podcast zu Wort kommen. Das verbessert sowohl das Arbeitsklima als auch den Zusammenhalt und führt dazu, dass Mitarbeiter/-innen motivierter sind, den Podcast im Bekanntenkreis zu teilen.

Das Herzstück: Die Hörerinnen und Hörer

Der wichtigste Multiplikator ist die Zuhörerschaft. Binden Sie Ihre Hörer/-innen mit ein, so können Sie dafür sorgen, dass der Podcast verbreitet wird. Je wohler sich die Hörer/-innen in Ihrem Podcast fühlen, desto eher empfehlen sie ihn Freund/-innen, Familie oder Arbeitskolleg/-innen weiter. Das ist wie mit einem guten Film. Ihre Hörerschaft kann auf diese Weise zu Botschafterinnen und Botschaftern der eigenen Marke werden. Bleiben Sie in Kontakt mit der Community. Was beim Podcast fehlt: das direkte Feedback und eine Kommentarfunktion. Dieser Austausch muss also über Social Media oder andere Wege kommen. Fordern Sie in Ihrem Podcast aktiv Feedback an und gehen Sie auf E-Mails, Nachrichten oder Kommentare unter Ihren Social-Media-Postings ein. Zeigen Sie Ihrer Community, dass Sie sie genauso wertschätzen wie umgekehrt.

Eine weitere Idee, um den Podcast bekannter zu machen, ist ein Gewinnspiel. Von Ihnen angebotene Produkte oder Dienstleistungen eignen sich optimal zur Verlosung. Zum Beispiel unter denen, die Ihrem Podcast auf Apple Podcasts eine Bewertung schreiben, unter der neuen Folge auf YouTube einen Kommentar hinterlassen oder Ihren Podcast auf Instagram teilen. Podcasts sind ein sehr intimes und vertrautes Medium. Mithilfe von Interaktionen können Sie trotz der vermeintlichen Anonymität eine Community aufbauen. Bitten Sie Ihre Zuhörerschaft am Ende einer Folge immer darum, Ihren Podcast zu abonnieren, damit sie keine neuen Folgen verpassen.

Merkliste zum Community-Aufbau:

  • Auf Website & im Newsletter einbinden
  • Auf allen Social-Media-Kanälen teilen
  • SEO-Grundlagen beachten
  • Auf YouTube hochladen
  • Gäste einladen
  • Geschäftspartner/-innen informieren
  • Mitarbeiter/-innen einbeziehen
  • Mit Hörerschaft interagieren

Wann ist ein Podcast erfolgreich?

Mit welchen Kennzahlen der Erfolg des Podcasts gemessen wird, ist abhängig von Ihren Kommunikationszielen. Podcast-Berater Dominic Bagatzky betont, dass ein Podcast, der eine hohe Reichweite hat, im Umkehrschluss nicht unbedingt erfolgreicher ist als ein Podcast mit nicht so hohen Download- und Hörerzahlen. Denn was bringen viele Zuhörer/-innen, wenn sie nicht interagieren oder überhaupt nicht die Zielgruppe des Unternehmens sind? Ein Podcast, der eine kleine Zielgruppe bedient, die sich dafür aber sehr stark für das Unternehmen interessiert, ist dagegen viel mehr wert. Erfolg kann schon sein, wenn Kunden und Kundinnen Ihnen das Feedback geben, dass sie durch den Podcast überhaupt auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden sind.

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