Xing oder LinkedIn: Welches Netzwerk brauche ich?

Daten und Fakten - Xing gibt ihren Nutzern und Nutzerinnen einen Überblick über die Mitgliederstruktur.

Das Karrierenetzwerke Xing bietet ihren Mitgliederen eine Reihe von Daten und Fakten.


25. Februar 2020 | Von Özkan Canel Altintop

Millionen Menschen in Deutschland sind täglich auf sozialen Netzwerken aktiv, ob beruflich oder privat. Drei sehr bekannte sind Facebook, Instagram und Twitter. Während die genannten drei oft schwerpunktmäßig dazu genutzt werden, Urlaubfotos zu posten, Live-Videos zu zeigen oder auf den „Teilen“- oder „Like“-Button zu drücken, suchen andere auf Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn eher einen Job. Auch Recruiter/-innen und Personaler/innen lesen Profile in privaten und beruflichen sozialen Netzwerken aufmerksam durch. Wie können Sie als kleines und mittleres Unternehmen Xing und LinkedIn für Ihre Ziele nutzen?

Wie funktioniert Xing?

Xing zählt mit über 18 Millionen Mitgliedern zu den klassischen Karriereplattformen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Gegründet wurde das Unternehmen unter dem Namen OpenBC (Open Business Club). Das Unternehmen hilft im Job und bei der Karriere: Für Unternehmen ist Xing die ideale Plattform, sich als guter Arbeitgeber zu positionieren und potenzielle Mitarbeiter/-innen zu finden. Und Nutzer/-innen können direkt auf Stellenangebote reagieren, zum Beispiel mit ihrem bereits im Profil angelegten Lebenslauf per Nachricht. Das vereinfacht und beschleunigt den Bewerbungsprozess.

Die Zahl der Profile hat sich in den Jahren zwischen 2013 bis 2019 mehr als verdoppelt.

Xing bietet sowohl eine kostenlose „Basis-Mitgliedschaft“ als auch eine kostenpflichtige „Premium-Mitgliedschaft“ an. Die Anmeldung im Basis-Bereich hat weniger Funktionen als der Premium-Tarif. Bei einer Premium-Mitgliedschaft bietet das berufliche Netzwerk Funktionen wie: Erweiterte Jobsuche, Kontaktaufnahme über Nachrichtenfunktion, Teilnahme an Online-Seminaren, Videos und vieles mehr. Kleine und mittlere Unternehmen können außerdem Werbung für ihre Zielgruppen schalten. Ein weiterer großer Vorteil für kleine und mittlere Unternehmen ist, neue Kunden/-innen zu finden und bestehende Kundenbeziehungen auszubauen.

Lidl zeigt auf Xing seine Mitarbeiter/-innen in ansprechenden Bildern. Damit wirkt der Konzern seriös und nah an Menschen. Auch kleine und mittlere Unternehmen können dem Beispiel folgen.

Einige Xing-Mitglieder haben den Status des „Ambassadors“ (Botschafters). Das heißt, Sie können auch Xing-Events veranstalten oder Fachartikel veröffentlichen.

Lesen Sie auch das Interview „Strategie statt Aktionismus“ mit Melanie Gömmel, Social-Media-Managerin WWF Deutschland.

Wie funktioniert LinkedIn?

LinkedIn ist das amerikanische Xing – nur viel größer. Zuletzt hatte das Netzwerk mehr als 650 Millionen Profile. In der sogenannten DACH-Region immerhin noch gut 14 Millionen Nutzer/-innen. Der Schwerpunkt von LinkedIn liegt ebenfalls im B2B-Bereich (Unternehmen zu Unternehmen) und bietet die Möglichkeit, bestehende Geschäftskontakte zu festigen und neue geschäftlichen Verbindungen zu knüpfen. Unternehmen können Informationen posten, Stellenangebote veröffentlichen und Veranstaltungen ankündigen. Das US-Unternehmen legt zudem großen Wert auf Content Marketing – also auf Inhalte, wie Beiträge und Fachartikel. Diese können, ähnlich wie zum Beispiel bei Facebook, geteilt werden. Die Beiträge erscheinen im Nachrichten-Ticker (Newsfeed). Zudem hat LinkedIn den Gefällt-Button ergänzt. Nutzer/-innen können auf Inhalte mit Like (gefällt mir), Celebrate (feiern), Love (ich liebe es), Insightful (aufschlussreich) und Curious (neugierig) reagieren.

LinkedIn ist international ausgerichtet. Auch in den DACH-Regionen gewinnt das Netzwerk allerdings an Beliebtheit.

Mit „Anzeigen für jedes Budget“ bietet das Netzwerk zielgruppengerechte Werbung für Unternehmen an. Besonders wertvolle Beiträge können zudem gegen Bezahlung hervorgehoben werden. Und: Unternehmen können kostenpflichtige Stellenanzeigen aufgeben. Für kleine und mittlere Unternehmen kann LinkedIn folgenden Mehrwert bieten: Vernetzung, Kundenakquise (Leads), Markenbildung und Trendbeobachtung. Auch hier gilt: Unternehmensseiten auf LinkedIn sind suchmaschinenrelevant. Das heißt, sie werden von den Suchmaschinen wie Google wie normale Internetseiten behandelt.

Xing vs LinkedIn

Xing und LinkedIn sind auf den ersten Blick ähnlich aufgebaute Netzwerke. Schaut man jedoch ins Detail, entdeckt man Unterschiede. Zurecht stellen sich Unternehmen die Frage, welches Netzwerk für sie das geeignetere ist. Dazu gilt es zunächst festzulegen, welches Ziel verfolgt wird. Möchten Sie sich beispielsweise als Unternehmen präsentieren, neue Mitarbeiter/-innen gewinnen und/oder neue Kunden/-innen finden? Daneben ist es wichtig herauszufinden, ob die Zielgruppe überhaupt auf einem der beiden Businessportale unterwegs ist.

Der LinkedIn-Auftritt von Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation. Das Förderprojekt postet regelmäßig Informationen zu Veranstaltungen und vernetzt sich beispielsweise mit anderen Kompetenzzentren.

Im Gegensatz zu LinkedIn ist Xing weniger international. Während Sie bei LinkedIn Kontakte aus der ganzen Welt finden, sind bei Xing eher Personen deutschsprachiger Länder verortet. Beide Portale bieten kostenlose Basis-Mitgliedschaften an, die allerdings in ihren Funktionen stark eingeschränkt sind. Im Basis-Tarif sehen Sie zum Beispiel nicht, welche potenzielle Kunden/-innen, Mitarbeiter/-innen oder Firmen, auf Ihrer Seite waren. Zudem können Sie nur erschwert mit neuen Mitgliedern Kontakt aufnehmen. Empfehlenswert ist daher ein Premium-Tarif.

In Sachen Werbung haben sich sowohl Xing als auch LinkedIn in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Auf beiden Portalen ist eine zielgruppengenaue Anzeigenschaltung möglich. Auch hier gilt allerdings zunächst zu prüfen, ob eine Anzeige Sinn ergibt. Hier kommt es ganz stark auf das gewünschte Ziel und die Zielgruppe an.

Headhunter und Personaler auf Xing und LinkedIn

Des Weiteren sind auch sogenannte Headhunter und Personaler bei Xing und LinkedIn unterwegs. Sie suchen nicht nur potenzielle Mitarbeiter und Mitarbeiter/-innen – Headhunter, Personaler und Mitarbeiter/-innen können Sie als Arbeitgeber bewerten und weiterempfehlen. So können Sie sich besser positionieren und von der Konkurrenz abheben. Das gilt auch für ehemalige Beschäftigte: gehen Sie auf enttäuschte Mitarbeiter/-innen ein und klären Sie gegebenenfalls auf.

Gut optimierte Profile auf Xing und LinkedIn erhöhen zudem die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Daher sollten Sie in Ihr Profil auch Schlüsselwörter einbauen. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kommunikation, unterstützt Sie bei Ihren Überlegungen. Zögern Sie nicht und melden Sie sich. Unsere Angebote sind kostenlos und anbieterneutral.

Mehr zum Thema Soziale Netzwerke – Facebook, Instagram und Twitter.

SCHLAGWORTE

Passende Themen

Online Bewertunge. Sterne vergeben und bewerten.

Online-Marketing

Marketing: Online-Bewertungen wichtiger als Gespräche im Freundeskreis

Kundenmeinungen im Internet oft die wichtigste Entscheidungshilfe. Wir zeigen, wie Sie die ungeliebten Bewertungen für sich nutzen können. Weiterlesen

Metzgermeister steht nicht nur in seiner Metzgerei. Er beistert seine Kundinnen und Kunden auch virtuell.

Online-Marketing

Ein Metzgermeister bedient seine Kundschaft virtuell – Facebook im Kundenservice

Wie man Kunden/-innen über Erlebnisse an sich binden kann, zeigt ein Unternehmer aus Südhessen. Weiterlesen

Messenger

Online-Marketing

Graf-Dichtungen digitalisiert die Kommunikation

Messenger plus Online-Shop: Eine Firma aus München hat eine sehr einfache und zugleich geniale Idee entwickelt, Kunden/-innen zu erreichen. Weiterlesen